Wühlmaus Wühlmausfalle  
 
 
 

 

Wühlmäuse

 

Erkennung:

Die Wühlmaus wird auch Schermaus, Wollmaus oder Erdratte genannt. Sie legt ein verzweigtes Gängesystem unter der Erde an. In ihrem Nest bringen die Weibchen jährlich bis zu 25 Junge in 3 bis 4 Würfen zur Welt.Das Gangsystem der Großen Wühlmaus (Arvicola terrestris) hat meist einen Durchmesser um 25m (bis 80m).

Wo Wühlmäuse am Werk sind, welken Obstbäume, Rosen oder Gemüsepflanzen oder kippen plötzlich um. Die Mäuse fressen mit Vorliebe an Pflanzenwurzeln, Blumenzwiebeln, Kartoffeln und Wurzelgemüse und können dabei große Schäden anrichten.

Gegenmaßnahme:

Abwehrpflanzen einsetzen: Kaiserkrone, Kreuzblättrige Wolfsmilch, Knoblauch und Hundszunge sollen Wühlmäuse fern halten. Mit Topinambur-Pflanzen kann man Wühlmäuse gezielt anlocken. Sie fressen äußerst gerne die Topinambur-Knollen und werden so von den anderen Gartenpflanzen abgelenkt.

Lärm verursachen: Flaschen mit der Öffnung nach oben schräg in den Boden graben. Der Wind erzeugt darin ein pfeifendes Geräusch, das Wühlmäuse in die Flucht schlagen soll.

Wurzelschutz: Blumenzwiebeln oder Obstbäume mit einem Korb aus Drahtgeflecht vor den Mäusezähnen schützen. Kunststoffkörbe nützen nicht, sie werden mühelos durchgebissen. Allerdings wurden bei Drahtkörben um Wurzeln frischgepflanzter Obstbäume über schwerste Wachstumsstörungen durch diese nach einigen Jahren von einigen Anwendern berichtet.

Wühlmausgänge ausfindig machen: Meistens sind sie durch wellenförmige Linien an der Erdoberfläche oder kleine Erdhaufen zu erkennen (kleiner als Maulwurfshügel). Mit einem Stock prüfen, ob die Erde darunter nachgibt. Im Unterschied zu den flachen Maulwurfsgängen sind die Wühlmausgänge hoch oval. In die Gänge stark riechende Pflanzen wie Thujazweige oder Nussbaumblätter legen. Auch Hundehaare sollen eine äußerst abschreckende Wirkung auf Wühlmäuse haben.

Fallen aufstellen: Im Gartenfachhandel sind spezielle Wühlmaus-Fallen erhältlich, die in die Gänge gestellt werden.

Tödliche Köder: Spezielle Wühlmausköder (z.B. Quiritox oder Wühlmausköder Arrex) vergiften die Mäuse. Tipp: Im Gegensatz zu den meisten anderen Blumenzwiebeln scheinen Narzissen den Wühlmäusen überhaut nicht zu schmecken. Narzissenzwiebeln werden nicht gefressen.
Im Garten eignen sich ausschließlich Fallen, z.B. 'Neudorffs Wühlmausfänger. Diese werden am einfachsten und effektivsten in den bevorzugten Gängen entlang von Mauern und unter Platten aufgestellt.

Sind die Fallen trotz genauester Aufstellung nach der Anleitung des Herstellers nur umwühlt, handelt es sich bei dem Bewohner der Gänge um einen Maulwurf, und sie können entfernt werden. Fallen mindestens einmal täglich kontrollieren, hat man eine Wühlmaus gefangen, sofort an derselben Stelle wieder aufstellen, sehr oft fängt man anschließend in kürzester Zeit noch weitere.


Wichtig: Kein Lichtstrahl darf durchdringen, ggf. schwarzen Eimer über die Falle stellen.
Die Zähne der Wühlmaus wachsen ständig nach. Neben Obstbäumen, gehören unter den Gehölzen auch Rosen zu den Lieblingsspeisen der Wühlmäuse

Eine Bekämpfung ist leider meist unumgänglich, denn es kommt sonst nicht selten zu Massenvermehrungen, da ein Weibchen 3-5 mal jährlich bis zu 6 Junge wirft, die sich schon im selbem Jahr ebenfalls fortpflanzen. Durch das Benagen von Wurzeln (und unter Mulch/ Schneedecke auch der Stammbasis) von Gehölzen zur Ernährung und zum Schärfen der ständig nachwachsenden Zähne können Wühlmäuse selbst alte Obstbäume zum Absterben bringen.

Wichtig ist die Bekämpfung besonders im Herbst, da die Wühlmäuse keinen Winterschlaf halten und man bei gefrorenem Boden nicht eingreifen kann, sowie im Frühjahr, da jede dann gefangene Maus der Massenvermehrung entgegenwirkt.

Pflanzen, die Wühlmäuse normalerweise nicht fressen :

Traubenhyazinthen Muscari spec., NarzissenNarcissus spec., Kaiserkronen Fritillaria imperialis 'Lutea'
Auch bei den Krokussen und Tulpen kommen bei den Sorten, die sich leicht selbst vermehren, nach einigen Jahren wieder massenhaft Exemplare ohne eigenes Zutun hervor.

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